Montag, 27. November 2017

Ein schöner Nachmittag im Tuchmacher Museum in Bramsche


Ein wenig schwieriger als im schönen Sommer ist es ja im dunklen und kalten Herbst schon wenn man schöne Wochenendausflüge machen will. Da bieten sich im Herbst und Winter Museumsbesuche gerade an.

Wir haben uns zuletzt das Tuchmacher Museum in Bramsche herausgesucht. Dort waren wir vor ein paar Jahren schon einmal, aber da waren die Kids noch kleiner. Jetzt mit 10 und 6 Jahren konnten sie die Vorführungen und ausgestellten Geräte schon besser erfassen.

Hier zunächst erstmal der Link zum Museum: Tuchmacher Museum Bramsche

Die Öffnungszeiten sind Di.- So. 10.00-17.00 Uhr (bestimme Feiertage geschlossen). Der Eintritt kostet 5,00 Euro, ermäßigt 3,00 Euro, Kinder & Jugendliche bis 18 Jahre Eintritt frei, Gruppen ab 15 Personen 4,00 Euro pro Person. Führungen sind am Sonn- und Feiertag, 11.00 Uhr, 2,00 Euro Führungsentgelt pro Person.

1997 eröffnet, zeigt das Museum auf 2000 qm lebendige Industriegeschichte. Die Tuchfabrik am Mühlenort schloss 1972. Heute hat man im Museum den Eindruck, als hätte die Tuchproduktion niemals aufgehört. 18 Arbeitsschritte sind notwendig, um aus der Wolle ein Tuch zu machen. Man erlebt als Besucher die Maschinen hautnah. Die Spinnerei von 1900 ist das Herz des Museums. Das Besondere: Alle Maschinen laufen.



Zunächst kommt man in die schöne Eingangshalle, in der man die Karten kauft und ein kleines Modell der altem Strasse sehen kann. Auch ein kleiner Shop befindet sich dort.






Dann kann man sich auf drei Stockwerken die "Tuchmacherei" ansehen, Das wird sehr anschaulich gezeigt, insbesondere auch, weil die vorhandenen Maschinen, zum Teil über 100 Jahre alt, noch laufen und für die Besucher auch angestellt werden. Im Museum werden auch noch Decken gefertigt, die auch gekauft werden können. So lässt sich anhand der laufenden Maschinen jeder Arbeitsschritt nachvollziehen.















Für Kinder sind die laufenden Maschinen natürlich spannend. Die Kids dürfen auch die Wolle in jedem Arbeitsschritt anfassen und sich auch Teile mitnehmen.

Auf den oberen Etagen werden dann noch die Geschichte der Tuchmacherei in Bramsche gezeigt. U.a. als Bramscher Rot wurde u.a. das Scharlachrot des aus Thüringen zugewanderten Schönfärbers M.A. Wolff (1709-1781) weithin bekannt und wurde für Frauenröcke und vor allem für die Uniformen der hannoverschen und englischen Soldaten verwendet.








Nebenan im Dat Wüllker Hus ist dann auch noch ein wenig zu besichtigen, so z.B. wie die Wolle damals gefärbt wurde. Im Wüllker Hus kann man auch Essen.





Das Gasthaus ließen wir aber aus und machten uns nach diesem interessanten und sehr lehrreichen Besuch wieder auf den Weg nach Hause. Das Tuchmachermuseum kann ich wirklich nur empfehlen!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen